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Dear Friend,

perksDas ist also mein Leben

Originaltitel:
The Perks of being a Wallflower

Autor:
Stephen Chbosky

Erschienen:
30. August 2012
(Original: 01. Februar 1999)

Verlag:
Simon & Schuster Children’s

Inhalt:
Charlie ist sechzehn, er ist in seinem ersten Jahr in der Highschool (er ist also ein Freshman) und hat die Probleme, die man in diesem Alter so hat: mit Mädchen, mit der Schule, mit sich selbst. Zumindest scheint es so zu sein. Doch in den Briefen, die er an einen unbekannten „Freund“ schreibt (jeder braucht einen Zuhörer), wird deutlich, dass Charlie eine ganz besondere Sicht auf die Welt hat: Er beobachtet die Menschen um sich herum, fragt sich, ob sie ihr Leben so leben, wie sie es möchten, und versucht verzweifelt, seine eigene Rolle in all dem, was wir „Leben“ nennen, zu begreifen.

Wir wissen nicht, an wen Charlie seine Briefe schreibt. Aber wir wissen, warum er sie schreibt. Denn in seinem ersten Jahr an der Highschool wird er von einer geballten Ladung Leben erwischt: Veränderungen in der Familie, die erste Liebe, neue Freunde, Partys und Drogen, Gefühlszustände, wie er sie vorher nicht kannte, Bücher, von denen er noch nie gehört hatte. In Briefen an einen „Freund“, erzählt er von einem Jahr, das sein Leben für immer prägen wird. Und von einem Geheimnis, das ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er ist.

Meinung:
Wow. Das ist wohl das Allererste, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an Charlies Geschichte denke. „Wow“ gefolgt von jeder Menge Gefühlen. Es ist wirklich ein besonderes Buch, mit einer besonderen (und besonders guten) Geschichte. Man merkt von Anfang an, dass Charlie etwas anders ist – anders auf eine Weise, die man noch nicht ganz einordnen, aber doch verstehen kann. Mit jedem Brief, mit jeder Seite beginnt man mehr und mehr mit Charlie mitzufühlen, wenn nicht schon von der ersten Seite an. Es ist ein sehr gefühlvolles und bewegendes Buch mit Charakteren, die nicht perfekt sind und mit dem Leben, der Liebe und vor allem sich selbst kämpfen. Situationen, in denen sich jeder schon einmal selbst wiedergefunden hat. Das macht die Geschichte auf eine sehr emotionale Art realistisch.

Man bemerkt schnell, dass es da einen Schatten über Charlies Vergangenheit gibt. Er verfolgt ihn überall hin. An guten Tagen ist er fast nicht zu spüren, aber es gibt nicht nur gute Tage. Er kämpft mit ihm, mit der Vergangenheit, mit sich, aber auch mit der Gesellschaft. Mit seiner liebenswürdigen Art und seiner Sicht auf die Menschen zeigt Charlie, oder besser gesagt Stephen Chbosky, die Gesellschaft aus einem anderen Blickwinkel. Selbst wenn das Buch morgen 15 Jahre alt wird, so hat sich alles weniger verändert, als man erwarten würde und die meisten an der Gesellschaft kritisierten Punkte sind heute nach wie vor aktuell. Sicher, inzwischen machen wir keine Kassetten Mix-Tapes mehr, denn wozu gibt es MP3 und andere digitale Medien, aber Menschen, die in manchen Augen „anders“ erscheinen, werden nach wie vor ausgegrenzt.

Es beeindruckt, wie geschickt der Autor die Szenen arrangiert und vor allem wie er einem Charlies Gefühle näherbringt, was aber auch an der ungewöhnlichen Erzählform liegt. Denn es ist ein Briefroman und daher beschreibt Charlie alles aus seiner Sicht, was alles nur noch lebendiger und näher beim Leser erscheinen lässt.

Zudem wird noch während des Lesens schon die Neugierde auf die Werke, welche Charlie verschlingt, geweckt und der Wunsch, den Liedern, von denen er erzählt und schwärmt, zu lauschen. Hört man sich dann das ein oder andere auf Youtube an, so weiß man, warum der Autor ebendiese Werke gewählt hat und warum Charlie so von ihnen begeistert ist. Die Lieder passen zu der einzigartigen Stimmung, die das Buch vermittelt. Eine Stimmung, die sich kaum in Worte fassen lässt.

Fazit:
Ein absolut liebenswerter Protagonist, der einen mitreißt, einen teilhaben lässt und einen auch selbst irgendwie auffordert, mehr am eigenen Leben teilzunehmen. Eine Story, die einen zum Lachen bringen aber auch zu Tränen rühren kann. Charaktere, die man einfach in sein Herz schließen muss. Rundum, ein Buch, das man auf jeden Fall gelesen haben sollte.

“And in that moment, I swear we were infinite.”

✪ ✪ ✪ ✪ ✪
Bei einer Bewertung wäre das ganz eindeutig fünf von fünf Sternen, denn es ist eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe und zählt schon zu meinen Lieblingen.

Bildquelle

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Ein Kommentar zu „Dear Friend,

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