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Die Bücherdiebin, die mein Herz gestohlen hat

bücherdiebinDie Bücherdiebin

Originaltitel:
The Book Thief

Autor:
Markus Zusak

Erschienen:
7. September 2009
(Original: 1 January 2008)

Verlag:
Blanvalet

Inhalt:
Selbst der Tod hat ein Herz …

1939, Nazideutschland. Liesel lebt bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching. Sie sieht die Juden nach Dachau ziehen. Sie erlebt die Bombennächte über München. Und überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Sie – und die Menschen aus der Himmelstraße.

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

Meinung:
Saumensch. Das waren noch Zeiten, in denen dieses Schimpfwort gang und gebe war. Zeiten, in denen es bestimmt viele wie Rosa Hubermann gab, auch wenn ihr niemals eine das Wasser reichen kann. Denn Rosa Hubermann ist ebenso besonders, wie ihr werter Ehegatte. Hans Hubermann ist sein Name und er ist wirklich ein Saukerl, würde Rosa sagen. Die Bücherdiebin, Liesel Meminger, nennt ihn einfach nur Papa. Und die Beziehung zwischen den beiden ist wirklich einzigartig. Zusak lässt den Leser an der Entstehung und Entwicklung dieser Verbindung teilhaben. Familie Hubermann kann einem nur ans Herz wachsen. Erst recht, als sie beschließen, in diesen gefährlichen Zeiten, Max aufzunehmen.

Ohne mehr verraten zu wollen, ist diese Geschichte zweifellos als „einzigartig“ und „zauberhaft“ zu betiteln. Die Welt der Bücherdiebin ist zwar vergangen, aber dennoch real und präsent. Zusak zeigt diese Welt aus Liesels Sicht und lässt den Tod ihre Geschichte erzählen. Eine Geschichte von nur wenigen Schicksalen, die im Kontext aller Schicksale der damaligen Zeit, nicht minder bewegend oder bedeutend ist.

Der Schreibstil ist wirklich angenehm, wenn auch nicht so besonders wie er es in der englischen Version ist. Die Geschichte ist dynamisch aufgebaut und die Charaktere harmonieren, sowie die Handlung stimmig ist. Ebenso scheinen die Fakten historisch korrekt, was teils schon eine Seltenheit ist. Und trotz der düsteren Zeit gelingt es dem Autor hervorragend, dem Leser das ein oder andere Schmunzeln auf die Lippen zu zaubern. Denn er zeigt schlicht die Magie mancher Augenblicke auf, welche man auch in Wirklichkeit mehr schätzen sollte.

Der Autor macht es dem Leser leicht, seine Charaktere zu mögen und ins Herz zu schließen, er versteht sich jedoch auch darauf, ihre kleinen, absolut menschlichen Fehler zu zeigen. Dies macht sie jedoch nur noch liebenswerter.

Fazit:
Zu 100% empfehlenswert für jeden Büchernarren. Auch für jene, die keine speziellen Leseratten sind, sich jedoch für die historischen Vorgänge interessieren, auf jeden Fall lesenswert. Ein Buch, welches sich auch zum mehrmals Genießen eignet, da man beim ersten Mal vielleicht das ein oder andere Detail nicht gänzlich wahrnimmt. Auf keinen Fall ein Buch, das Langeweile aufkommen lässt. Und eine Geschichte, von der man nie genug bekommt.

✪ ✪ ✪ ✪ ✪
Bei einer Bewertung sind das ganz klar fünf von fünf Sternen, für eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Für eine unfassbar rührende und wundervoll erzählte Geschichte.

Bildquelle

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6 Kommentare zu „Die Bücherdiebin, die mein Herz gestohlen hat

  1. Ach jah, ich finde die Geschichte auch traumhaft schön und traurig und undglaublich und wundervoll! Muss mal irgendwann einen Reread machen, ist jetzt schon ein bisschen her, dass ich das Buch entdecken durfte. ❤

    1. Das ist sie auch, und zwar zu 100%
      Und der Reread zahlt sich wirklich aus. Dieses mal war auch mein zweites Mal und ich hab es fast noch mehr genossen als beim ersten Mal 🙂

      Liebe Grüße

    1. Oh ja, da hab ich auch mehr als nur ein Taschentuch gebraucht.
      Ohje, das ist wirklich dumm o: Mir fällt grad auf, dass ich beide Male ein Bibliotheksbuch hatte und es mir selbst auch kaufen sollte/wollte/werde 😀

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