Der Menschenmacher


dermenschenmacherDer Menschenmacher

Originaltitel:
The Innocent Bone

Autor:
Cody McFadyen

Erschienen:
1. Dezember 2012
(Original: 1. Dezember 2012)

Verlag:
Bastei Lübbe Taschenbuch

Inhalt:
David lebt mit zwei anderen Kindern bei einem Mann, den sie Vater nennen. Der Mann hält sie gefangen und stellt ihnen unmögliche Prüfungen, an denen sie wachsen sollen – „evolvieren“, wie er sagt. Wenn sie versagen, wird Vater sehr böse. Oft benutzt er einen Gürtel, manchmal eine Zigarette. Den Kinder bleibt keine Wahl: Wenn sie überleben wollen, müssen sie Vater töten. Zwanzig Jahre später. David ist ein erfolgreicher Autor. Doch noch immer träumt er jede Nacht von dem schrecklichen Mord, den sie begangen haben. Eines Tages erhält er einen Brief mit einem einzigen Wort: Evolviere. Vater ist vielleicht doch nicht tot. Die Vergangenheit kehrt zurück. Und mit ihr eine schreckliche Wahrheit.

Meinung:
„Nichts für schwache Nerven“ wäre bei diesem Buch schon beinahe untertrieben. Eine Geschichte, die einen mit ihrer Grausamkeit in den Bann zieht. Anfangs mag einen die Umgebung noch etwas verwirren, doch man erkennt bald das System hinter dem Aufbau. Dass diese Geschichte nichts für jedermann ist, muss an dieser Stelle auch ganz klar gesagt werden.

Denn es ist eine Geschichte, auf die man sich erst einmal einlassen muss. Und wenn man sich dann entscheidet es zu tun, führt sie einen an sehr dunkle Orte. Nichts desto trotz, brennt man immer mehr darauf zu erfahren, was vor sich geht und wie es weitergehen wird.

Die Sprache selbst ist klar, schlicht und schnörkellos, was dem Grauen einen erschreckenden Realismus verleiht. „Bad Bob“ muss man nicht mit zehn pompösen Wörtern beschreiben. Denn das eine Wort, das McFadyen benutzt, ist schon mehr als erschreckend genug. Sprachlich gesehen ist der Menschenmacher auf einer Wellenlänge mit McFadyens Smoky-Barrett-Reihe, wer sich allerdings eine ähnliche Geschichte erhofft, der wird enttäuscht werden.

Jeder für sich genommen, sind die Hauptcharaktere mehr als nur labil und bräuchten dringend einen Psychiater. Doch als Team funktionieren sie auf ihre ganz eigene Weise. Das wird einem vor allem durch den ein oder anderen Rückblick ganz stark bewusst. Auf einer gewissen Ebene ist einem auch jeder Charakter sympathisch und man kann ihr Handeln nachvollziehen – irgendwie.

Der Menschenmacher ist gut, absolut genial geschrieben, wirklich grausam und so unfassbar realistisch. Trotzdem mag er nicht ganz sein, was man sich erwartet. Denn eins ist sicher, hier kommt es immer anders, als man denkt.

Fazit:
Ein Psycho-Thriller, den man gar nicht mehr weglegen möchte, hat man mal seinen weg hinein gefunden. So vieles ist der Realität näher, als man es glauben möchte und genau das, macht dieses Buch so gut. Und so glaubwürdig. Unbestritten ist allerdings, dass einem der Stil liegen muss – oder man zumindest bereit sein muss, mal etwas Neues zu versuchen und sich darauf einzulassen.

✪ ✪ ✪ ✪ ✩
Bei einer Bewertung wäre das vier von fünf Sternen, für eine erschreckend plausible und glaubwürdige Geschichte.

Bildquelle

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2 Gedanken zu “Der Menschenmacher

    • ladysmartypants schreibt:

      Da kann ich dir nur zustimmen 🙂
      Ja, leider, man munkelt, dass er gesundheitlich nicht ganz fit ist und deshalb nicht zum Schreiben kommt.
      Naja, hoffen wir das beste

      Liebe Grüße
      Smarty

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