Lot’s of Drama

Dieses Semester führt mich meine Pflichtlektüre an neue literarische Orte, die bisher großteils unerkundet von mir waren. Und unter diesen Werken finden sich auch diverse Dramen, eine Gattung, welche ich bisher zwar nicht gemieden, aber auch nicht unbedingt gesucht habe. Da sich diese Woche drei Dramen (siehe Foto) auf meinem literarischen Speiseplan befinden, wollte ich nun mal an euch die Frage richten – lest ihr viele Dramen? Was ist euer liebstes Drama? Und was bevorzugt ihr – Roman oder Drama?

Nachdem ich nun diese Fragen an euch gerichtet habe, möchte ich noch ein bisschen über meine drei Dramen schwadronieren und die gestellten Fragen auch noch selbst beantworten. Wie ihr sehr, liegen uns zwei englischsprachige und ein deutsches Drama vor. Bei den englischsprachigen handelt es sich um einen absoluten (englischen) Klassiker vom Meister höchstpersönlich. Da ich dieses Play noch nicht gelesen habe, kann ich noch nicht recht viel dazu sagen, außer dass ich hohe Erwartungen habe und mich wirklich auf die Lektüre freue. Das andere (amerikanische) Play ist auch nicht gerade unbekannt, da von Arthur Miller, und hat mir durchaus zugesagt. Ich fand das Setting (Salem 1692) wirklich interessant, ebenso wie die Dynamik der Charaktere und den allgemeinen Aufbau der Geschichte.

Für das deutsche Drama muss ich doch etwas ausholen, da es hier vor allem auf den Kontext ankommt. Die Lehrveranstaltung, für welche ich dieses Werk lesen musste, beschäftigt sich ausschließlich mit dem Jahr 1918 und der Literatur aus dieser Zeit mit einem Fokus auf der österreichischen Entwicklung und Literatur. In diesem Jahr ist weltgeschichtlich extrem viel passiert (Ende des Ersten Weltkrieges, Novemberrevolution, Ende der Monarchie, Deutschösterreich,…) und das ist an der Literatur selbstverständlich nicht spurlos vorübergegangen. Neben diesem Drama von Ödön von Horváth, muss ich auch noch das Drama „3. November 1918“ von Franz Theodor Csokor, „Die Flucht ohne Ende“ und den „Radetzkymarsch“ von Joseph Roth, „Wohin rollst du, Äpfelchen“ von Leo Perutz, „Das Salzburger große Welttheater“ vom Hugo v. Hofmannsthal und „Barbara oder die Frömmigkeit“ von Franz Werfel lesen. (Die kursiv markierten Titel habe ich bereits gelesen.) Aufgrund dieses Kontextes war mir klar, dass das Kriegsende, sowie die Kriegserlebnisse, eine gewisse Rolle in der Thematik des Dramas spielen werden. Dennoch hat mich Don Juan wirklich überrascht und zugegebenerweise an manchen Stellen auch etwas verwirrt. Dieses Drama hat einfach eine ungewöhnliche Prämisse, die auf dem Ruf der Figur Don Juan aufbaut und genau das macht es oft schwierig, der Handlung zu folgen. Ich bin überzeugt, dass die Dinge klarer sind, wenn man dieses Stück aufgeführt sieht. 

Wie oben bereits erwähnt, habe ich Dramen bisher nie wirklich gemieden, aber auch nie gezielt gesucht. In meine Regalen finden sich auch nicht wirklich Dramen, bis auf ein paar deutsche Klassiker, die ich fürs Studium gebraucht habe. Diese haben mich allerdings durchaus begeistert, etwa Maria Stuart fand ich wirklich toll zu lesen und unheimlich spannend. Das andere große Drama, das ich freiwillig gelesen habe, war, wie könnte es anders sein, Romeo und Julia. Und das nicht auf deutsch, sondern im originalen Englisch und da war ich richtig hin und weg. Ich würde Dramen zwar nie meine heißgeliebten Romanen vorziehen, aber ich finde, sie bieten ab und an eine wirklich erfrischende Abwechslung. (Das noch mehr, wenn man es nicht nur liest, sondern es sich auch ansieht!)

Rein aus Interesse möchte ich zum Abschluss noch einige kurze Fragen anhängen: Kennt ihr Werke meiner Pflichtlektüre? Habt ihr welche davon bereits gelesen? Wie viel „klassische“ Literatur lest ihr?

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Ein Gedanke zu “Lot’s of Drama

  1. RueSar schreibt:

    Huhu
    „Klassische“ Literatur habe ich bis jetzt eigentlich immer nur gelesen, weil wir es von der Schule aus mussten. Die meisten Bücher haben mir nicht gefallen (auch die neueren Pflichtlektüren nicht) und somit musste ich mich meistens durch quälen. Ein paar der gelesenen Werke waren: „Faust“, „Schachnovelle“, „Der Sandmann“, … .
    Liebe Grüße
    Sarah

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