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Work-Life Balance

Ein magisches Wort, das einem in der heutigen Zeit überall begegnet. Ein Konzept, das so simpel erscheint, an dessen Umsetzung die meisten jedoch trotzdem scheitern. Ob nun wegen fehlender Prioritäten, maßloser Überschätzung oder mangelnder Konsequenz sei dahingestellt. Ironischerweise benötigt man nämlich auch eine gesunde Balance dieser drei Eigenschaften, um eine gewisse Work-Life-Balance erreichen zu können.


Es gibt unheimlich viele Theorien und Ratschläge dieses Thema betreffend, hier möchte ich allerdings wirklich nur auf die drei oben genannten Eigenschaften eingehen. Meine Erkenntnisse beruhen sowohl auf persönlicher Erfahrung als auch auf Recherche. Vorab sei allerdings gleich gesagt, dass es in diesem Bereich keine universellen Formeln gibt. Jeder hat andere Prioritäten, andere Voraussetzungen und Kapazitäten. Und eine gute Work-Life-Balance wird demnach für jeden anders aussehen. Im Folgenden handelt es sich lediglich um Hinweise und Tipps, die bei der Suche nach Ausgeglichenheit helfen sollen.

Prioritäten setzen
Studien (und Erfahrung) zeigen, dass es uns oftmals schwer fällt, Berufsleben und Privatleben zu trennen. Wir beantworten private Mails während der Arbeitszeit und umgekehrt, haben stets ein Auge auf unsere beruflichen Mails während unserer Freizeit. Klar, dass Entspannen, Freizeit, Freunde und Familie hierbei zu kurz kommen können. Seine beruflichen Mailaccount nicht mit dem Smartphone verbinden (oder diese Verbindung aufzuheben) wäre ein erster Schritt, um die eigene Freizeit zu schützen. Das fällt für mich unter Prioritäten setzen. Während der Arbeitszeit ist die Arbeit am wichtigsten – nicht jedoch während der Freizeit. Hier muss man erneut (andere) Prioritäten setzen. Freunde? Familie? Putzen? Fitness? Was darfs sein? Man sollte sich grundsätzlich über seine Prioritäten und Ziele im Leben im Klaren sein, dennoch sollte man jeden Tag abwägen, welche der Aufgaben sofort erledigt werden müssen und welche warten können. Was bringt mich weiter und was hält mich nur auf? (Die Eisenhower Matrix kann hier sehr hilfreich sein- auch im Bild oberhalb zu sehen)

Energie, Zeit und Arbeitsaufwand bestimmen
Direkt mit dem vorherigen Punkt hängt auch der nächste zusammen: Die Phrase „work smarter, not harder“ hört man inzwischen überall – zu recht! Keine Lust das ganze Wochenende mit Putzen und Wäsche waschen zu verbringen? Einfach jeden Tag 10 Minuten putzen und aufräumen (oder jeden Tag einen anderen Bereich im Wohnraum) und der Putzmarathon am Wochenende ist nicht mehr nötig. Und wiederum, auf die Tagesverfassung achten und dementsprechend Zeit und Energie verteilen. Manchmal geht einfach nicht mehr. Hierbei ist es enorm wichtig, zu wissen, wie viel Aufwand eine bestimmte Aufgabe erfordert – sowohl Zeit- als auch Arbeitsaufwand. Und wenn einem eine Aufgabe nicht wichtig ist, einem extrem viel Zeit und Energie kostet – dann ist es auch in Ordnung (und wichtig) einfach mal NEIN zu sagen!

Konsequent Handeln
Und dann auch dabei zu bleiben! Denn irgendwie fällt es uns enorm schwer, unsere Vorsätze auch einzuhalten. Hier ist ohne Zweifel konsequentes Handeln gefragt. Diese notwendige Konsequenz kann man finden, indem man sich etwa auf das „Warum“ konzentriert (The Power of Why – Amanda Lang). Warum mach ich das? Weil ich X möchte. Mit dieser einfachen Frage können wir uns unsere Prioritäten, Motivatoren und Ziele vor Augen führen. Sind wir uns darüber im Klaren, fällt es uns oftmals leichter, etwas durchzuziehen. Hört nicht auf, euch diese Frage zu stellen. Denn erst wenn die Antwort euch zufriedenstellt, seid ihr angekommen.

Damit sind wir eigentlich auch schon wieder am Ende angekommen und es bleibt nur noch eine Sache, die ich erwähnen möchte. Die Suche nach einer Work-Life Balance besteht aus jeder Menge Trial and Error. Nicht wenn es darum geht, seine Prioritäten festzulegen, sondern wenn es um die Umsetzung dieser geht. Lasst euch davon nicht entmutigen – gebt nicht auf und versucht es weiter! Ihr werdet euren Weg zur Ausgeglichenheit finden. Teilweise ist hier der Weg das Ziel – denn während eurer Reise werdet ihr euch von so manchen Gewohnheiten verabschieden und neue Kennenlernen. Also seit offen für Neues und hört nicht auf an eurer maßgeschneiderten Balance zu tüfteln.

Wie ergeht es euch? Wie handhabt ihr das? Sind manche dieser Tipps und Hinweise für euch hilfreich?

PS: Auf der Suche nach zusätzlicher Motivation & Inspiration? Auf serendipitous to a fault ist gerade ein neuer Beitrag zu diesem Thema erschienen: Challenge yourself!

Quellen:
Groll,Tina: Die Arbeit frisst uns auf
Jeffries, Stuart: Ten tips for a better work-life balance
Smith, Jacquelyn: 8 Ways To Achieve Better Work Life Balance

 

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3 Kommentare zu „Work-Life Balance

  1. Guten Morgen, Smarty!
    Uuuuund jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen. Weil ich gerade im Internet surfe, obwohl ich im Büro sitze und sicherlich anderes zu tun hätte. Es ist noch nicht mal neun. 😦 Was soll ich sagen? Es sind gerade keine Aufgaben, die ich gerne machen würde. Außerdem hab ich schlechte Laune.
    Das mit der Konsequenz und dem Warum sollte ich auf jeden Fall mal durchdenken. Ich habe zwar ein hübsches Bullet Journal, aber am Ende des Tages bleiben leider immer Punkte übrig, die ich nicht erledigt habe. Ich bin in letzter Zeit viel zu faul. Für alles. seufz
    Ich glaube, ich werde mir mal deinen englischen Beitrag anschauen. Ich könnte eine kleine Challenge wohl gebrauchen. :/
    Hab einen schönen Tag, Smarty-smart!
    LG, m

    1. Guten Morgen, meine Liebe 🙂
      Es war mitnichten meine Absicht, dir ein schlechtes Gewissen zu machen o: vor allem wenn die Laune bisschen im Keller ist, vollkommen verständlich. Und solange du die Arbeit danach auch im Büro zurücklässt, ist zumindest deine Freizeit sicher 🙂
      Ja, auf das warum zu kommen ist ein sehr interessanter Gedankengang. Etwas, über das man sich heute oft nicht mehr genug Gedanken macht.
      Das kenn ich aber, manchmal geht einfach nicht mehr. Versuch dich mit positiven Dingen zu umgeben, belohne dich, wenn du etwas erledigt hast. Mit was Süßem oder etwas das dir Freude macht. Sprich, lass dich von der Vorfreude auf die Belohnung motivieren. Und sei streng – die Belohnung gibt’s erst, wenn die Aufgabe erledigt ist! Und sonst kann ich Motivationsvideos auf youtube nur empfehlen „how to get out of a rut“ – dort findest du viele konkrete Tipps, wie du das Tief überwinden kannst 🙂
      Das würd mich auf jeden Fall sehr freuen 🙂
      Dankeschön, ebenfalls & Kopf hoch – alles Liebe, Smarty

      1. Guten Morgen, Smarty!
        Danke für die lieben Worte und die Tipps. 🙂 Gestern war für zwei Stunden das Internet weg, was dazu geführt hat, dass ich alte Ordner aussortiert und jede Menge Papier zerrissen habe. Der kathartische Effekt war enorm. 😉
        Das Video werde ich mir heute Abend mal anschauen, mal schauen, ob es mich ein wenig aus meinem Arbeitsfaulheitsfrust rausholt. 😉
        Hab einen schönen Tag, liebe Smarty!
        LG, m

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