Let it go

Kennt ihr das, wenn sich euch eine wirklich geniale Möglichkeit eröffnet, ihr aber anfangs noch vorsichtig seid, weil ihr nicht enttäuscht werden wollt? So ist es mir kürzlich ergangen, nur dass bei mir genau das passiert ist. Ein Professor hat eine Stelle ausgeschrieben, die perfekt für mich war – die Gelegenheit etwas Lehrerfahrung zu sammeln und neben dem Studium etwas dazuzuverdienen. Ich hab mich also beworben und am nächsten Tag zufällig eine Besprechung mit besagtem Professor gehabt. Ich hätte nichts gesagt, da ich davon ausging, dass er sich in ein paar Tagen mit seiner Entscheidung melden würde, er aber hat es angesprochen und mir mehrmals versichert, dass es sehr gut aussähe. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass ich alle Vorsicht über Bord geworfen habe, denn er hat mir damit definitiv Hoffnung gemacht.

Dann kam das Wochenende und es war immer noch keine Mail mit einer entgültigen Entscheidung gekommen – ich wurde ungeduldig. Und dann, genau in der Nacht in der ich ohnehin schon hundsmiserable geschlaffen hatte, kam die Mail. Obwohl ich eigentlich perfekt für die Stelle war, hat sie wer anderer bekommen, der sich im letzten Moment noch beworben hatte. Das war bitter. Das tat wirklich weh, Zorn und Tränen der Enttäuschung ließen nicht lange auf sich warten.

Versteht mich nicht falsch, ich war nicht sauer, weil er die Stelle dem qualifizierteren Bewerber gegeben hatte. Ich war sauer, weil er mir Hoffnungen gemacht hat, nur um mich dann im Regen stehen zu lassen. Das hat mich wirklich aus dem Gleichgewicht gebracht und völlig aufgeschmissen. Und zwar wesentlich länger als es sollte. Denn ich konnte den Ärger und die Enttäuschung nicht gehen lassen, was wiederum dazu führte, dass meine Produktivität gleich null war.

Jetzt allerdings habe ich mir selbst einen Tritt in den Allerwertesten verpasst und ärgere mich über die verschwendete Zeit. Denn in einer Woche darf ich mein Kätzchen endlich mit nach Hause nehmen und davor habe ich noch einen Haufen zu erledigen.

Let it go – das ist die Lektion, die ich aus dieser Situation wieder gelernt habe. Es ist alles andere als hilfreich, an negativen Gefühlen festzuhalten. Denn auch wenn man aus negativen Situationen viel lernen kann, so ist es unendlich wichtig, diese destruktiven Gefühle danach loszulassen. Und damit meine ich nicht, die Gefühle im Inneren zu vergraben und in sich hineinzufressen – damit meine ich wirklich loslassen.

Auch wenn es mich immer noch ein klein wenig ärgert, so ist mir bewusst, dass ich es nicht ändern kann. Ich kann nur mein bestes geben und weitermachen.

Also: LET IT GO!

 

Alles Liebe und ein traumhaftes Wochenende,

Smarty ❤

 

PS: Für eventuell verursachte Ohrwürmer bin ich in keinster Weise verantwortlich 😉

PPS: Das ist in gewisser Weise auch die Erklärung für die lange Stille hier.

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2 Gedanken zu “Let it go

  1. msmedlock schreibt:

    Hallo, Smarty!
    Tut mir leid, dass du den Job nicht bekommen hast und so enttäuscht warst. Ich würde jetzt gern was aufmunterndes sagen, aber so wie es aussieht hast du die ganze Sache eh schon wieder gut im Griff.
    Tja, wenn das mit dem „Let it go“ so einfach wäre. Ich habe oft Probleme negative Emotionen loszulassen, das geb ich gerne zu. Ich weiß auch nicht, ob ich das Loslassen vom Hineinfressen überhaupt unterscheiden könnte. Hmmm…
    Ich hoffe, dass bald eine neue Gelegenheit für dich kommt. 🙂
    LG, m

  2. ninespo schreibt:

    Hi Smarty,

    das kenne ich nur zu gut. So erging es mir selbst gleich mehrfach und jedes Mal ist man enttäuscht. Egal wie oft man sich einredet, nicht enttäuscht zu sein. Oder sich keine Hoffnungen zu machen. Man tut es doch. Aber deine Tür kommt und wenn sie da ist, wird sie dich überraschen, glücklich machen und vollkommen überwältigen. Glaub mir 🙂

    Ich wünsche dir eine wundervolle Woche
    Let it go,
    Let it goooooooo
    Nina

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