The Sweetness at the Bottom of the Pie

The Sweetness at the Bottom of the Pie ist eines jener Bücher, dass ich durch eine Rezension kennengelernt habe (fragt mich bitte nicht welche, ich weiß es leider nicht mehr – und falls du, liebster Leser, der Verfasser dieser tollen Rezension warst: DANKE ❤ Vielleicht magst du dich ja in den Kommentaren melden, dann verlinke ich dich 🙂 ) und dann unbedingt haben musste. Sofort und gleich, versteht sich. Also habe ich es mir flux über Medimops bestellt und dann auch relativ bald verschlungen. Es war etwas anders, als ich erwartet hatte, aber keinesfalls eine Enttäuschung.

Vom Autoren Alan Bradley hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und auch die Serie war mir gänzlich fremd – auf Basis der Rezension rechnete ich grob gesagt mit einer Mordsgeschichte. Das die Protagonistin Flavia dabei noch so jung ist, ist mir ganz und gar entgangen und hat mich im ersten Moment ziemlich überrascht. Da sie mir aber gleich sympathisch war, konnte ich diese Überraschung sehr schnell überwinden und hatte mich in Nullkommanichts eingelesen.

Die Geschichte beginnt mit einem Einblick in Flavias Alltagsleben und stellt die wichtigsten Charaktere vor, bevor es zu Sache geht. Das habe ich als sehr gelungenen Einstieg empfunden, da man so die Gelegenheit bekommt, die Charaktere etwas näher kennenzulernen. Als Flavia dann den Toten findet, ist man bereits gefesselt und möchte unbedingt erfahren, wie es denn weitergeht und wer dafür verantwortlich ist.

Flavia startet mit voller Energie, jeder Menge Ehrgeiz und ohne Rücksicht auf Verluste in dieses Abenteuer und nimmt den Leser mit auf ihre abenteuerliche Reise. Sie testet ihre Theorien und ermittelt, als wäre sie immer schon eine Mordermittlerin gewesen. Sie schafft es sogar, ihre Ermittlungen vor den örtlichen Behörden halbwegs geheim zu halten – jedoch gelingt es ihr nicht, allen Beteiligten so hinters Licht zu führen.

Und wenn Flavia gerade nicht damit beschäftigt ist, den skandalösen Mord aufzuklären, versucht sie sich an einigen Experimenten und verwendet eine ihrer Schwestern als Versuchskaninchen – diese weiß nur nichts davon. Vor allem Flavias Notizen zum Fortschritt ihrer Experimente sind extrem amüsant und bringen einen zum Schmunzeln. Diese Passagen schaffen es auch zusammen mit Flavias Persönlichkeit eine potentiell düstere Geschichte bedenklich aufzulockern. Es ist zwar immer noch eine Mordsgeschichte, doch definitiv eine kindgerechte. Was aber nicht heißt, dass man diese Geschichte als Erwachsener nicht genauso genießen kann. Die Abwesenheit blutiger Details macht aus der Geschichte eine nette Abwechslung zu anderen Detektivgeschichten.

Für den reiferen Leser kommt dann noch die Ambivalenz von Flavias Charakter dazu, die sich in allen Facetten der Geschichte entfaltet. Flavia ist nicht einfach nur einen elf jährige, sie ist eine richtige Persönlichkeit, die man ernst nehmen muss. Was viele der Erwachsenen in der Geschichte natürlich nicht machen und Flavia zu ihren Gunsten nutzt.

Auch die anderen Charaktere sind durchwegs interessant und stets für eine Überraschung gut. Der Schreibstil ist sehr locker, federleicht und definitiv angenehm. Dazu kommt eine angenehme Geschwindigkeit, schöne Beschreibungen und eine Menge Fantasie, Spannung und, wer hätte es gedacht, Unvorhergesehenes.

Ein Reinschnuppern in die Serie kann ich nur empfehlen, denn das Lesen von The Sweetness at the Bottom of the Pie macht einfach nur Spaß.

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4 Gedanken zu “The Sweetness at the Bottom of the Pie

  1. Sebastian schreibt:

    „The Sweetness at the Bottom of the Pie“ ist glaube ich eines der ältesten Bücher auf meinem SUB aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es bisher immer noch nicht gelesen habe 😀

    Ich glaube ich bin zum ersten Mal auf die Reihe aufmerksam geworden, weil eine frühere Arbeitskollegin mir damals davon vorgeschwärmt hat. Inzwischen habe ich sogar schon die ersten vier Bücher im Regal stehen, weil mich die schönen englischen Cover der Orion-Ausgaben so in den Bann gezogen haben 😀

    Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich immer noch ein wenig skeptisch bin, was das junge Alter der Hauptfigur betrifft – das lässt mich irgendwie immer ein bisschen zweifeln, dass ich es mit einem ernstzunehmenden Krimi zu tun bekomme. Insofern hat mir deine Rezension jetzt wieder ein wenig Mut gemacht, es endlich mal mit Flavia zu probieren 😉

    • ladysmartypants schreibt:

      Deine Skepsis kann ich absolut nachvollziehen, aber Flavia ist definitiv „wise beyond her years“ und man merkt ihr das Alter nicht unbedingt an. Sprich man erwartet etwas wesentlich kindlicheres/kindischeres als es ist. Ja, sie ist jung, keine Frage, aber sie ist mit allen Wassern gewaschen und liefert eine gute Show ab.
      In anderen Worten, lass dich einfach mal drauf ein 🙂

      Liebe Grüße,
      Smarty

  2. Bücherphilosophin schreibt:

    Die Serie ist wirklich süß! Ich bin jetzt vier(?) Bücher tief drin. Es gibt wahrscheinlich schon doppelt so viele, aber ich hab irgendwann den Faden verloren.
    Eigentlich bin ich nicht so der Typ für Detektivgeschichten, aber Flavia hat Charme. Vielen Dank, dass du mich an gute alte Lesezeiten erinnert hast. Ich werd gleich mal schauen, was es in der Reihe noch so zu lesen gibt.
    Ach übrigens, bleibst du bei der Serie? Oder reicht dir der eine Flavia Fall?

    LG, Kaat 🙂

    • ladysmartypants schreibt:

      Haha, ja, ich glaube mit doppelt liegst du ziemlich richtig ;D Stimmt, Flavia selbst hat definitiv was und ich hab definitiv noch nicht genug von ihr. Allerdigns muss ich Lust darauf haben und zur Zeit ists dahingehend eher mau.
      Aber freut mich, dass ich dir wieder Lust auf die Reihe machen konnte 🙂

      Liebe Grüße,
      Smarty

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