Das saphirblaue Zimmer

Einer Liebesgeschichte mit folgenschwerer Vergangenheit kann ich seit Lucinda Riley absolut nicht mehr widerstehen und schon gar nicht, wenn die Geschichte selbst noch ein historisches Setting hat, wie es bei Das saphirblaue Zimmer von Karen White, Beatriz Williams und Lauren Willig der Fall ist. Der historische Roman ist im September 2017 beim Blanvalet Verlag erschienen und erzählt die wundervolle und herzzerreißende Geschichte einer unsterblichen Liebe.

Olive, Lucy und Kate – drei Generationen, deren Leben von einer besonderen Liebe beeinflusst wurde. Olive, die in den 1890ern im Haus der Familie Pratt als Hausmädchen anfing, um den Ruf ihres Vaters wiederherzustellen. Ihre Tochter Lucy, die in den 1920ern als Sekretärin versucht, ihre Abstammung und ihre Beziehung zur Familie Pratt zu erforschen. Und ihre Enkelin Kate, die als Ärztin 1945 eine besondere Verbindung zu einem Patienten verspürt. Alle drei Frauen stehen mit beiden Füßen im Leben und gehen entschlossen ihren Weg.

Mehr zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle wirklich nicht verraten, da ich niemanden der Gelegenheit, diese wundervolle Geschichte selbst zu entdecken, berauben möchte. Denn wundervoll ist nur eines der wenigen lobpreisenden Adjektive, mit welchen ich dieses Buch beschreiben würde. Anfangs habe ich aufgrund eines akutem Zeitmangels und der wechselnden Perspektiven zwar etwas gebraucht um in die Geschichte zu finden, als ich dann jedoch endlich Zeit hatte, mehr als ein Kapitel auf einmal zu lesen, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

Die Geschichte beginnt bei Kate, blendet dann erst zu Olive und danach zu Lucy zurück und diese Abfolge zieht sich durch das ganze Buch. Die Segmentierung mag anfangs ungewohnt sein, spätestens nach dem zweiten Mal hat man sich jedoch daran gewöhnt. Die spannenden Erzählstränge und die offenen Enden der Kapitel helfen dabei sehr, denn jedes Kapitel hört im Prinzip mit einem Cliffhanger, einer neuen Enthüllung oder neuen Fragen auf. Davon abgesehen ist die Segmentierung unheimlich effektiv und genau an den richtigen Stellen gesetzt worden.

Nach und nach erfährt man mehr und versucht sich das Ganze zusammenzureimen und hält so lange an den eigenen Theorien fest, bis man eines Besseren belehrt wird. Und glaubt mir, so hab ich das Ende nicht kommen sehen. Denn die Charaktere sind auf alle Fälle für eine Überraschung gut und zudem extrem ausdrucksstark. Interessanterweise ist der Hauptkonflikt in allen drei Geschichte ein, vor allem für Frauen, bekannter: Liebe vs. Vernunft. Ich möchte auf keinen Fall verraten, für welche Seite die drei Frauen sich entscheiden, ich möchte nur andeuten, dass eine Seite ordentlich einstecken darf.

Der Schreibstil ist dabei äußerst angenehm, aber auch abwechslungsreich, da ja drei Autorinnen die Geschichte gemeinsam geschrieben haben. Die ich-Perspektive bei Kate fand ich besonders effektiv, da ihre Geschichte die Erzählgegenwart und damit noch nicht zu Ende ist. Damit ist Kate auch der Charakter, mit dem man sich am meisten identifiziert, wobei man nicht ohnehin kann und mit allen drei Frauen mit fiebert und um alle drei weint. Ja, auch bei diesem Buch ging ohne Taschentücher ab einem gewissen Punk nichts mehr.

Fassen wir also zusammen, eine unheimlich schöne Geschichte, drei tolle Protagonistinnen, ein angenehmer Schreibstil und jede Menge an Drama, Liebe und Herzschmerz – eine Leseempfehlung meinerseits versteht sich daher von selbst. Wem dieses romantisch-historische Genre liegt, der sollte Das saphirblaue Zimmer auf jeden Fall auf seine Wunschliste setzen.

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Solltet ihr auch angetan sein von historischen Liebesromanen so könnt ihr Das saphirblaue Zimmer entweder auf der Verlagsseite oder auf Amazon bestellen.

Für dieses tolle Rezensionsexemplar möchte ich mich von Herzen beim Blanvalet Verlag und dem Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House bedanken.

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2 Gedanken zu “Das saphirblaue Zimmer

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