Woher Weihnachten eigentlich kommt

Weihnachten ist für viele nicht mehr aus dem Dezember wegzudenken, alle freuen sich auf das viele Essen und die Geschenke, doch wenn man sie fragt, was man an Weihnachten eigentlich feiert, wird der ein oder andere vielleicht bloß mit einem Schulterzucken antworten. Weihachten hat nichts mit Santa Claus zu tun und auch die Geschenke hatten ursprünglich nichts mit dem Kapitalismus zu tun, da viele sich dessen aber nicht bewusst sind, habe ich gewissenhaft recherchiert und möchte nun die Früchte meiner Arbeit mit euch teilen.

Christlicher Ursprung?

In der Vergangenheit lag der Fokus nicht auf dem Geburtstag einer Person, sondern auf ihrem Todestag und so ist man sich bis heute uneinig, wann Jesus Christus wirklich geboren wurde. In einer umstrittenen Quelle findet sich zwar ein Hinweis darauf, dass Jesus tatsächlich am 25. Dezember während eines Konsulats geboren wurde, aufgrund diverser Bibelstellen kann man diese Quelle jedoch einfach widerlegen. Vor allem, weil Volkszählungen meist nach der Ernte, also bereits im September oder Oktober, durchgeführt wurde. Feststeht dennoch, dass an Weihnachten grundsätzlich die Geburt des christlichen Messias Jesus Christus gefeiert wird.

Warum am 25.12.?

Warum aber feiern wir seinen Geburtstag dann nicht im September oder Oktober? Nun, hier kommen die heidnischen Wurzeln ins Spiel, da diese in jenem Tag die Wintersonnenwende feierten. Etwa die Römer feierten am 25. Dezember den Geburtstag des Sonnengottes Sol (auch Sol Invictus = unbesiegter Sonnengott) und auch andere Sonnengottheiten wurden in diesen Tagen besonders verehrt. Dazu kommt, dass auch die Saturnalien (Feiern zu Ehren des Gottes Saturn) in dieser Zeit stattfanden. Sol wird oft als Sieger über den Tod dargestellt und Saturn war der römische Gott der Aussaat, beides Aspekte, die man durchaus auch bei Jesus Christus findet.

Da das Christentum das Heidentum abschaffen wollte, wurden etwa 400 Jahre nach Christus sämtliche Sonnwendfeste zu ehren der alten Götter verboten. Dieses Verbot wurde jedoch kaum beachtet, weshalb die Kirchenoberhäupter offenbar beschlossen, den Sonnenaspekt von Christus (Sonne der Gerechtigkeit; Licht, das den Menschen leuchtet,…) als Anlass zu nehmen, seinen Geburtstag am 25. Dezember zu feiern. Sie wollten somit weitere Heiden dazu bewegen, zum Christentum zu konvertieren. Und da wir Weihnachten heute noch am 25. Dezember feiern, kann man wohl davon ausgehen, dass dieser Schachzug gelungen ist.

Warum Geschenke?

Weniger klar ist jedoch, warum man sich zu Weihnachten etwas schenkt und wann dieser Brauch ins Leben gerufen wurde. Manche gehen davon aus, dass die Geschenke ursprünglich jene vom Nikolaus waren und nur Kinder beschenkt wurden, andere leiten es auf die drei Weisen aus dem Morgenland zurück, die dem Christuskind Weihrauch, Myrrhe und Gold darbrachten.

***

Damit schließe ich meinen Bericht über die Wurzeln des Weihnachtsfestes. Ich möchte nur noch anmerken, dass das (Vor-)Lesen der christlichen Weihnachtsgeschichte mit Sicherheit eine schöne Ergänzung für jedes Weihnachtsfest ist, ob man nun gläubig ist oder nicht. Weihnachten soll eine Zeit der Besinnung sein, eine Zeit des Danksagens und des Gebens und wenn man den religiösen Aspekt beiseitelässt, so kann man immer noch eine Menge von der Weihnachtsgeschichte lernen. Und wer mit Religion partout nichts am Hut hat, der kann ja einen der römischen Götter feiern oder schlicht die eigene Familie und das eigene Leben. ❤

Als kleines Kind haben wir zu Weihnachten immer die Weihnachtsgeschichte vor dem Christbaum gelesen und damals bin ich noch wesentlich öfter in der Kirche gewesen (ich war immerhin Ministrantin). Auch wenn ich heute den Zugang zur Religion etwas verloren habe, finde ich es wichtig zu wissen, was man an Weihnachten und Ostern eigentlich feiert. Und vor allem Kindern sollte man vermitteln, das hinter Weihnachten mehr steckt als nur ein Haufen Geschenke, oder wie seht ihr das? 🙂

Meine Quellen:

Wo liegt der Ursprung von Weihnachten?
Die wahre Herkufnt von Weihnachten
Die Bedeutung von Weihnachten
Weihnachten

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2 Gedanken zu “Woher Weihnachten eigentlich kommt

  1. Andraya schreibt:

    Hallöchen,

    ich schließe mich dem Bund der Ministranten an 😉 Zugegeben bekommt man mich nur noch zu wenigen Anlässen in die Kirche: Weihnachten, Taufen, Hochzeiten oder auch Beerdigungen.

    Aber zu Weihnachten gehört die Kirche für mich einfach dazu, das würde sonst in meinem Ablauf an Heilig Abend sehr fehlen. Wir beschränken uns allerdings auf den modernen Jugendgottesdienst 😀

    Wenn ich mal Kinder habe, werde ich es auch dort beibehalten. Lieder singen, Geschichten vorlesen und wenn es im Wohnzimmer klingelt, dürfen die Geschenke abgeholt werden. So stressig die ganze Vorbereitung manchmal auch ist, an den Feiertagen versucht man sich dann doch auf die Familie zu besinnen.

    Toller Beitrag!

    LG
    Julia

    Gefällt 1 Person

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