The Seven Sisters

Lucinda Riley ist eine Autorin, die ich seit langer Zeit sehr schätze, schlicht und einfach weil sie es immer wieder schafft, Gegenwart und Vergangenheit auf meistervolle Art und Weise miteinander zu verbinden. Und aus dieser Verbindung heraus enstehen zauberhafte Geschichten, die jede Menge an Emotionen mit sich bringen. Geschichte, die einen nicht mehr loslassen, die einen gänzlich fesseln, die einen bewegen. Doch bisher hatten ihre Geschichten für mich einen klitzekleinen Nachteil – sie waren alle unabhängig voneinander. Und genau das ändert sich nun mit ihrer Reihe um Die sieben Schwestern.

Wie der Titel schon verrät ist dies die Geschichte von sieben Schwestern, wobei die Ausgangssituation nicht ganz so einfach ist, wie sie klingen mag. Denn eigentlich sind es nur sechs Mädchen, die alle von ein und dem selben Mann adoptiert und so zu einer einzigartigen Familie gemacht wurden. Nun jedoch ist ihr Vater, Pa Salt, verstorben und sein Testament wird das Leben der Mädchen für immer verändern. Im ersten Band wird die Geschichte der ältesten Schwester, Maia, erzählt.

Wer bereits ein Werk von Lucinda Riley gelesen hat, wird nicht überrascht sein zu hören, dass auch in Die sieben Schwestern die Vergangenheit eine enorm wichtige Rolle spielt. Wie üblich erzählt die Autorin abwechselnd von der Gegenwart und der Vergangenheit, wobei das Vergangene immer die Wahrnehmung der Gegenwart beeinflusst. Beide Geschichten sind dabei mit einer unheimlichen Liebe zum Detail erzählt und äußerst emotionsgeladen.

Dazu kommt das atemberaubende Setting von Rio in der Gegenwart wie in der Vergangenheit und das von einem längst vergangenen Paris. In diesen beiden Städten lernt man die unterschiedlichsten Charaktere kennen, die auf eine besondere Weise miteinander harmonieren. Zu behaupten, die Chemie stimme, wäre an dieser Stelle eine absolute Untertreibung, da es der Autorin von meiner Warte aus immer gelingt, eine nahezu magische Synergie zwischen ihren Charakteren zu erschaffen.

In Geschichten wie dieser ist der Grat zum Kitsch oftmals nur zu schmal, doch Riley meistert auch diese Hürde, da Romantik zwar eine entscheidende Rolle in der Geschichte spielt, diese aber aufgrund diverser bitter-süßen Wendungen nicht überhand nimmt. Sie versteht sich außerdem darauf, den Leser warten zu lassen und ihn hungrig für mehr zu machen. Denn auch wenn dieses Buch alleinstehend problemlos funktioniert, so ist stets klar, dass sich zeitgleich auch die Geschichten der anderen Schwestern entfalten, von denen man allerdings kein Sterbenswörtchen erfährt. Was selbstverständlich auch gut so ist, da Maia in dieser Geschichte ja im Mittelpunkt steht. Erwartungen wie diese erweckt die Autorin häufiger, weshalb es oftmals beinahe unmöglich ist, das Buch aus der Hand zu legen.

Lucinda Riley ist eine meiner Lieblingsautorinnen und mit diesem Buch hat sie mir das erneut bewiesen. Ich kann guten Gewissens jedes einzelne ihrer Werke empfehlen. Wer große Geschichten um Liebe, Leidenschaft, Selbstfindung und Schicksal zu schätzen weiß, der liegt mit Lucinda Riley immer richtig.

 

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2 Gedanken zu “The Seven Sisters

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