[#WritingFriday] Freiheit

Ich weiß, ich weiß – der Freitag ist schon lange vorbei, da ich aber erst am Freitag durch die wundervollen Beiträge von Gabriela (Buchperlenblog) und Ella Woodwater von Elizzys Writing Friday erfahren habe. Und darum jetzt hier mein Beitrag für die erste Woche.

Auch wenn mich der Prompt mit dem Brief an mein fünfzehnjähriges Ich fasziniert hat und mir die Briefe von Gabriela und Ella sehr gut gefallen haben, wäre mir das doch einen Ticken zu emotional und persönlich gewesen, da damals nicht die beste Zeit für mich war. Deshalb habe ich mich für den letzten Prompt auf der Liste entschieden, nämlich zu beschreiben, was Freiheit für mich ist.

***

Frei sein bedeutet, seinem Herzen folgen zu können. Frei sein bedeutet, seine eigenen Entscheidungen treffen zu können. Frei sein bedeutet, seinen eigenen Weg gehen zu können. Frei sein bedeutet, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Freiheit ist ein Menschenrecht. Freiheit ist etwas, für das manche Menschen leider immer noch kämpfen müssen. Freiheit ist etwas, dass viele Leute heute nicht mehr zu schätzen wissen. Wirklich frei sind wir schon lange nicht mehr.

Ohne jetzt ins Territorium von Verschwörungstheoretikern abzurutschen, möchte ich näher auf den letzten Satz eingehen. Denn auch wenn ich fest daran glaube, dass er wahr ist, so glaube ich ebenso fest, dass es sich dabei um nichts Schlechtes handelt. Denn warum sind wir nicht komplett und wortwörtlich frei? Weil wir Menschen Moralvorstellungen haben, weil es Menschenrechte, Gesetze und sowas wie Anstand gibt.

Wir haben vor langer Zeit etwas von unserer Freiheit aufgegeben, um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen. Und das war gut so. Das ist es immer noch, nur leider sehen viele Leute das komlett anders. Vor allem Anhänger des Neoliberalismus, die der Meinung sind, dass die Regulierung durch den Staat etwas schlechtes sei. Ist sie nicht. Ohne den Staat, ohne Regulierungen, ohne Gesetze würde Anarchie herrschen. Denn aus irgendeinem Grund reicht das Wissen, das etwas anderen schadet, bei vielen Menschen nicht aus, um sie davon abzuhalten, ebendies zu tun.

Menschen brauchen Grenzen, Richtlinien und jemanden, der „Nein“ sagt. Freiheit ist wichtig, keine Frage. Aber nur in einem gewissen Rahmen. Jeder Mensch soll die Freiheit haben, zu leben, zu tun, zu sagen, zu denken, zu fühlen was er oder sie möchte – solange dies nicht das Leben eines anderen bedroht, einschränkt oder gefährdet.

Freiheit für alle zu schaffen, Freiheit gerecht zu verteilen, ist eine Aufgabe, die von der Menschheit noch lange nicht gemeistert wurde. Eine Aufgabe, welcher wir uns in den nächsten Jahren vermutlich intensiver widmen müssen. Freiheit ist ein kostbares Gut.

***

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt und meinen Text gelesen habt. Teilt mir gerne in den Kommentaren mit, was ihr von meinem Text haltet und wie ihr zu dem Thema steht.

Alles Liebe,
Smarty ❤

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11 Gedanken zu “[#WritingFriday] Freiheit

  1. Buchperlenblog schreibt:

    Guten Morgen! 🙂
    Das ist ein ganz wunderbarer Text, der sehr viele Punkr beeinhaltet, über die man wirklich öfter nachdenken sollte. Danke dafür ❤

    Liebste Grüße!
    Gabriela

  2. Ella W. schreibt:

    Hey Smarty,

    toll geschrieben und auf den Punkt gebracht. Er brachte mich direkt zum nachdenken. Müssen wir wirklich einen Teil unserer Freiheit opfern, um gemeinsam leben zu können? Ja. Ich kann dir nur zustimmen. Moral und die daraus entstandenen Gesetze sind Pflichten, denen wir uns unterwerfen, um in Frieden leben zu können. Und ist Frieden nicht auch eine der größten Freiheiten?
    Danke für diesen tollen Text.

    Alles Liebe
    Ella ❤

    • ladysmartypants schreibt:

      Ebenfalls ein sehr schöner Gedanke, der meinen Beitrag sehr schön ergänzt 🙂
      Vielen Dank fürs Lesen und Vorbeischauen!

      Alles Liebe und einen guten Start in die neue Woche,
      Smarty

  3. Myna Kaltschnee schreibt:

    Hallo Smarty,

    wow, das sind ein paar sehr schöne Worte, die mich nachdenklich gemacht haben. Ich denke, man ist auch nicht frei, weil man bestimmte Verpflichtungen im Leben hat, z. B. arbeiten zu gehen. Nicht jeder arbeitet in seinem Traumberuf, doch er muss seiner Tätigkeit täglich nachgehen, weil er das Geld braucht, um über die Runden zu kommen. Ich bin ja für das bedingungslose Grundeinkommen. Ich denke, dass damit den Menschen ein Stück Freiheit zurückgegeben würde.

    Aber ja, auch mit den Regeln und Gesetzen hast du recht. Ich war ja in der Pubertät ein kleiner Anarchist (während meiner Punkphase), aber mittlerweile habe ich begriffen, dass Anarchie nicht das ist, was ich will. Ich möchte in einem geregelten Staat leben, wo Frieden herrscht. Dafür halte ich mich auch gerne an die Gesetze.

    Übrigens, vielen Dank für das Lesezeichen. Es ist angekommen und ich habe mich riesig darüber gefreut.

    Liebste Grüße
    Myna

    • ladysmartypants schreibt:

      Hallo 🙂
      Wirklich interessante Gedanken, ich persönlich weiß nicht, was ich vom bedingungslosen Grundeinkommen halten soll, da eine Mehrheit der Menschen einfach faul sind und das vielleicht nicht zu schätzen wüssten.

      Freut mich, dass das Lesezeichen seinen Weg zu dir gefunden hat 🙂

      Alles Liebe

  4. Daniela schreibt:

    Hallo Lady,
    dein Beitrag hat mir sehr gut gefallen. Ich sehe es wie du. Freiheit braucht Grenzen. Vor allem, um die Freiheit zu gewährleisten, müssen manche Freiheiten eingeschränkt werden. Klingt paradox, ist aber so.
    Ich nehm dich in meine Blogroll auf, damit ich deinen nächsten Beitrag nicht verpaße!
    Meiner wird erst nächsten Freitag online gehen.

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